Titel

Es gibt so viele Menschen, die Liebe und Mitgefühl spüren wollen, die eine helfende Hand brauchen, oder jemanden, der bereit ist, auf den Schrei ihres Herzens zu hören. Sie wollen erfahren, dass auch sie wichtig sind, dass jemand sie liebt und sich um sie kümmert."

Tankpari Guitanga, Gründer und Leiter von Yenfaabima

 

Zwischen Burkina Faso und Deutschland liegen Welten. In der Begegnung mit psychisch Erkrankten, die am Rande von Dörfern an Bäume gekettet sind und auf diese Weise manchmal Jahre und Jahrzehnte ihr Leben verbringen müssen, fühlt man sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Und doch leben wir alle in der einen Welt und zur selben Zeit.

 

Der menschenunwürdige Umgang mit psychisch Erkrankten in Burkina Faso ist zum einen einer mangelnden Aufklärung über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten geschuldet, zum anderen haben die Menschen keinen Zugang zu Medikamenten, sei es, dass sie im Land nicht verfügbar sind oder dass sie die Kosten dafür nicht aufbringen können. Zudem erschwert ein tief verwurzelter Glaube an dämonische Kräfte die Akzeptanz einer medizinischen Behandlung. Viele Menschen wissen sich nicht anders zu helfen als verwirrte oder aggressive Familienmitglieder zu isolieren und anzuketten, um die Betroffenen und sich selbst zu schützen.

 

Der Verein Yenfaabima stellt sich mutig gegen diese unmenschliche Praxis und die traditionelle Deutung der Krankheit. Mit medizinischer Hilfe gewinnen psychisch Erkrankte eine neue Perspektive für ihr Leben. Durch geduldige Aufklärungsarbeit beginnt sich die Einstellung in der Bevölkerung zu ändern, täglich kommen Menschen zur Behandlung nach Piéla. Der Freundeskreis Yenfaabima steht in ständigem Austausch mit den Aktiven vor Ort und unterstützt diese mutige Eigeninitiative mit Geld, Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und Vermittlung fachlicher Beratung.

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