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1. März 2020

Kühles Wasser und heiße Zeit

202010

Ein Bauwerk mit Außenwirkung entsteht: Der Wasserturm

 

Genau einen Monat nach Baubeginn ragen bereits die vier stählernen Armierungen und die hölzernen Verschalungen der Pfeiler des Wasserturms in den Himmel über Piéla. Seit der Aushebung der Fundamente wird mit einem Spezialisten aus Ouagadougou gebaut. Bereits in der Erde verschwunden ist das tonnenschwere Fundament. Mit einer Gesamthöhe von etwa 10 m wird der Wasserturm als eines der höchsten Gebäude Piélas weithin sichtbar sein. Er wird damit nicht nur sauberes Wasser in die Gebäude bringen, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt für die Bevölkerung sein.

Im Hintergrund ist der Baum zu sehen, in dessen Schatten sich der Brunnen befindet. Menschen und Esel suchen dort Schutz vor der Sonne. Die „Winterzeit“ geht nun zu Ende und der Harmattan hört im Sahel auf zu wehen. Er kommt von Norden aus der Wüste, die keine Wärme speichert und deshalb nachts stark abkühlt. Der Harmattan bringt diese Kühle nachts mit sich und senkt so die Temperaturen. Nun beginnen im Sahel die heißesten Monate des Jahres. Das Leben wird beschwerlicher, Flussläufe trocknen aus, die Nahrungsvorräte gehen zur Neige.

Am 14. März jährt sich zum dritten Mal der Tag, an dem an dieser Stelle des Geländes von Yenfaabima in 71 m Tiefe nach vielen Fehlversuchen Wasser gefunden wurde. Seit dem hilft er zuverlässig, den Bedarf der Bevölkerung an sauberem Trinkwasser zu decken.

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