DIE AUFGABEN VON YENFAABIMA WACHSEN.
DAS SIND DIE
NÄCHSTEN SCHRITTE.

  • EINE WEITERE

    MEDIZINISCHE FACHKRAFT

     

    Seit März 2019 arbeitet Timothée Tindano in Vollzeit für Yenfaabima. In täglichen Sprechstunden behandelt er monatlich ca. 200 PatientInnen. Er führt Hausbesuche durch und ist in Notfällen jederzeit erreichbar. Er pflegt Kontakt zum staatlichen Gesundheitssystem und baut ihn auf zu den umliegenden Gebetszentren und Gesundheitsposten. In monatlichen Berichten dokumentiert er die Arbeit. In Abwesenheitszeiten wie bei Hausbesuchen, Fortbildungen, Krankheit oder Urlaub gibt es keine Vertretung. Der Wunsch von Yenfaabima ist es, Timothée Tindano eine weitere medizinisch ausgebildete Person zur Seite zu stellen, um ihn zu entlasten. Auch im Interesse einer durchgehenden Betreuung der PatientInnen ist die Anstellung einer weiteren medizinischen Fachkraft dringend geboten.

     

    Wir teilen uns derzeit die Finanzierung des Gehalts von Timothée Tindano mit der Mindful Change Foundation. Dafür verwenden wir das Geld, das wir über monatliche Spenden zur Verfügung haben. Auch eine weitere medizinische Fachkraft können und wollen wir nur über regelmäßige Spenden finanzieren. Nur so tragen wir dazu bei, eine verlässliche Struktur auf Dauer zu schaffen. Im Herbst 2019 haben wir uns vorgenommen, zumindest das Gehalt für eine krankenpflegerische Hilfskraft („infirmier/e breveté“) selber zu finanzieren. Zur Finanzierung dieser Stelle fehlten uns im Dezember 2019 noch 100 € an regelmäßigen Dauerspenden.

     

    Schon im Januar 2020 haben wir dieses Ziel erreicht! Einige DauerspenderInnen haben ihren Beitrag aufgestockt, einige sind neu dazu gekommen. Dadurch sind wir in der Lage, dem Verein Yenfaabima die Einrichtung einer weiteren Stelle anzubieten. Und noch etwas ist geschehen. Im Gespräch mit der Mindful Change Foundation hat sich ergeben, dass Yenfaabima sogar über die Anstellung einer zweiten psychiatrischen Fachkraft mit derselben Qualifikation wie Timothée nachdenken kann. Der Differenzbetrag würde von der Stiftung übernommen werden!

     

    Im Februar 2020 haben wir Yenfaabima über die Möglichkeiten einer Aufstockung des Personals informiert. Der Verein wollte zunächst die staatliche Anerkennung als Gesundheitseinrichtung abwarten (s.u.). Nachdem sich das Antragsverfahren aus verschiedenen Gründen in die Länge zieht, wurde im Februar 2021 die Suche nach einer geeigneten Fachkraft aufgenommen.

     

     

    STAATLICHE ANERKENNUNG

    ALS

    GESUNDHEITSEINRICHTUNG

     

    Der Verein Yenfaabima ist seit Mai 2015 in das burkinische Vereinsregister eingetragen und als NGO anerkannt. Nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit strebt er nun die staatliche Anerkennung als Gesundheitseinrichtung an, die "Convention de Coopération". Das Verfahren wurde 2019 eingeleitet und hat die ersten Instanzen durchlaufen. Das Rathaus, die örtliche Polizei, der Regionalverantwortliche für das Gesundheitswesen und der Gouverneur der Provinz Fada NGourma haben ihre positiven Stellungnahmen abgegeben. Jetzt liegt der Antrag dem Gesundheitsministerium zur Entscheidung vor. Die Verantwortlichen bei Yenfaabima waren guter Hoffnung auf eine zügige Bearbeitung, weil auch der burkinische Botschafter in Berlin anlässlich eines Besuchs von Tankpari Guitanga im Oktober 2019 seine Unterstützung zugesagt hat. Leider gab es bis zuletzt im Januar 2021 immer wieder Änderungen von Bestimmungen und Kommunikationsprobleme, die bisher den Erfolg der "Convention" behindert haben.

     

    Die staatliche Anerkennung stellt die Arbeit das Vereins Yenfaabima auf die gleiche Stufe wie staatliche Gesundheitseinrichtungen. Yenfaabima wird dann Zugang haben zu staatlich organisierten Fortbildungen und Konferenzen. Der Verein wird bei der zentralen Einkaufsstelle CAMEG seinen Bedarf an Medikamenten anmelden und ihn zu günstigen Konditionen dort einkaufen können. Darüber hinaus wird ihm das Recht eingeräumt, selbst Fortbildungen zu organisieren - ein wichtiges Anliegen des Vereins im Rahmen des gemeindepsychiatrischen Konzepts.

     

    THERAPEUTISCHE

    MASSNAHMEN

     

    Von Anfang an waren ergotherapeutische Maßnahmen vorgesehen. Aber erst der Umzug auf das eigene Gelände im August 2017 schuf die Voraussetzung dafür. Ein Konzept gibt es noch nicht, kein Wunder, denn damit betritt der Verein Yenfaabima in Burkina Faso Neuland. Ergotherapie kommt zwar als Ausbildungsinhalt für Fachpfleger vor, es gibt aber keine/n einzige/n ErgotherapeutIn im Land. Anfangs boten zwei Schafe und ein Erdnussfeld den PatientInnen auf dem Gelände Beschäftigungsmöglichkeiten. Und bereits da ein kleiner Erfolg: Motiviert durch seinen Aufenthalt bei Yenfaabima hat ein Patient mit einer eigenen Schafzucht begonnen.

    Mit der Inbetriebnahme des Wasserturms im Dezember 2020 wurde auch die Anlage eines Gartens möglich, der mit dem Wasser aus dem Brunnen versorgt wird. Solange das Gelände keine Einfriedung hat, wird der Garten durch einen einfachen Maschendrahtzaun vor dem Eindringen von Tieren geschützt. Die Gartenarbeiten werden unter Anleitung von stabilisierten PatientInnen ausgeführt.

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    Sprechstunde bei Timothée Tindano

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    Eines von zwei Yenfaabima-Schafen

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    Erste Ansätze 2019 - Arbeit auf dem Erdnussfeld

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    Dezember 2020 | Anlage eines Gartens hinter dem Gästehaus