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DIE AUFGABEN VON YENFAABIMA WACHSEN.
DAS SIND DIE
NÄCHSTEN SCHRITTE.

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    EIN GÄSTEHAUS

     

    Im März 2019 wurde wärend des Partnerschaftsbesuchs die Lage des Gebäudes auf dem Gelände vermessen. Es soll bis Ende des Jahres fertig gestellt werden. Das Gästehaus dient der kurzzeitigen Unterbringung von PatientInnen, die zur Beobachtung und täglichen Kontrolle in Piéla bleiben müssen. Die Pläne dafür gingen zwischen Burkina und Deutschland hin und her, es wurde viel diskutiert. Das bauliche Vorbild ist ein Komplex mit 6 "Chambres de passage", einem Sanitärtrakt, einem Abstrellraum und einem Raum, der nach Bedarf genutzt werden kann, z.B. als Zimmer für eine Nachtwache oder als Teeküche.

     

    Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf ca. 53.000 €. Die  Finanzierung verteilt sich auf die SEZ (18.000 €), Brot für die Welt (13.000 €), Gemeinde Kernen i.R. (2.000 €), Verein Yenfaabima (4.500 €) und den Freundeskreis Yenfaabima (15.500 €). Diesen letzte Posten müssen wir über eigene Aktivitäten, Benefizveranstaltungen und Spenden aufbringen. Das ist fast geschafft. Im Moment (Dezember 2019) fehlen uns noch ca. 2.000 €.

     

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    EIN WASSERTURM

     

    Im Januar 2019 war der Start eines vom Partnerschaftsprojektefonds und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg geförderten dreiteiligen Projekts. Es umfasste die Anschaffung einer mobilen Kinoausrüstung für die Aufklärungsarbeit, den Bau des Gästehauses und die Versorgung der Gebäude mit fließendem Wasser durch den Bau eines Wasserturms.

     

    Aufgrund unvorhergesehener Schwierigkeiten bei der Finanzierung unseres Eigenanteils musste der Wasserturm zunächst zurück gestellt werden. Nachdem die Finanzierung im Laufe des Jahres 2019 geklärt werden konnte, u.a. durch einen Zuschuss des Freundeskreis Bareka e.V., war am 28. Januar 2020 Baubeginn für den ersehnten Wasserturm. Er rangiert in der Prioritätenliste von Yenfaabima noch vor der Versorgung mit elektrischem Strom.

     

     

  • EINE WEITERE

    MEDIZINISCHE FACHKRAFT

     

    Seit März 2019 arbeitet Timothée Tindano in Vollzeit für Yenfaabima. In täglichen Sprechstunden behandelt er monatlich ca. 200 PatientInnen. Er führt Hausbesuche durch und ist in Notfällen jederzeit erreichbar. Er pflegt Kontakt zum staatlichen Gesundheitssystem und baut ihn auf zu den umliegenden Gebetszentren und Gesundheitsposten. In monatlichen Berichten dokumentiert er die Arbeit. In Abwesenheitszeiten wie bei Hausbesuchen, Fortbildungen, Krankheit oder Urlaub gibt es keine Vertretung. Der Wunsch von Yenfaabima ist es, Timothée Tindano eine weitere medizinisch ausgebildete Person zur Seite zu stellen, um ihn zu entlasten. Auch im Interesse einer durchgehenden Betreuung der PatientInnen ist die Anstellung einer weiteren medizinischen Fachkraft dringend geboten.

     

    Wir teilen uns derzeit die Finanzierung des Gehalts von Timothée Tindano mit der Mindful Change Foundation. Dafür verwenden wir das Geld, das wir über monatliche Spenden zur Verfügung haben. Auch eine weitere medizinische Fachkraft können und wollen wir nur über regelmäßige Spenden finanzieren. Nur so tragen wir dazu bei, eine verlässliche Struktur auf Dauer zu schaffen. Im Herbst 2019 haben wir uns vorgenommen, zumindest das Gehalt für eine krankenpflegerische Hilfskraft („infirmier/e breveté“) selber zu finanzieren. Zur Finanzierung dieser Stelle fehlten uns im Dezember 2019 noch 100 € an regelmäßigen Dauerspenden.

     

    Schon im Januar 2020 haben wir unser Ziel erreicht! Einige DauerspenderInnen haben ihren Beitrag aufgestockt, einige sind neu dazu gekommen. Dadurch sind wir in der Lage, dem Verein Yenfaabima die Einrichtung einer weiteren Stelle anzubieten. Und noch etwas ist geschehen. Im Gespräch mit der Mindful Change Foundation hat sich ergeben, dass Yenfaabima sogar über die Anstellung einer zweiten psychiatrischen Fachkraft mit derselben Qualifikation wie Timothée nachdenken kann. Der Differenzbetrag würde von der Stiftung übernommen werden!

     

    Im Februar 2020 haben wir Yenfaabima über die Möglichkeiten einer Aufstockung des Personals informiert.

     

     

    STAATLICHE ANERKENNUNG

    ALS GESUNDHEITSEINRICHTUNG

     

    Der Verein Yenfaabima ist seit Mai 2015 in das burkinische Vereinsregister eingetragen und als NGO anerkannt. Nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit strebt er nun die staatliche Anerkennung als Gesundheitseinrichtung an, die "Convention Médicale". Das Verfahren ist eingeleitet und hat die ersten Instanzen durchlaufen. Das Rathaus, die örtliche Polizei und der Regionalverantwortliche für das Gesundheitswesen haben ihre (positiven) Stellungnahmen abgegeben. Jetzt liegt der Antrag beim Gouverneur der Provinz Fada NGourma bevor er dann dem Gesundheitsminister zur Entscheidung vorgelegt werden kann. Die Verantwortlichen bei Yenfaabima sind guter Hoffnung, weil auch der burkinische Botschafter in Berlin anlässlich eines Besuchs von Tankpari Guitanga im Oktober 2019 seine Unterstützung zugesagt hat.

     

    Die staatliche Anerkennung stellt die Arbeit das Vereins Yenfaabima auf die gleiche Stufe wie die staatlichen Gesundheitseinrichtungen. Yenfaabima wird dann Zugang haben zu staatlich organisierten Fortbildungen und Konferenzen. Der Verein wird bei der zentralen Einkaufsstelle CAMEG seinen Bedarf an Medikamenten anmelden und ihn zu günstigen Konditionen dort einkaufen können. Darüber hinaus wird ihm das Recht eingeräumt, selbst Fortbildungen zu organisieren - ein wichtiges Anliegen des Vereins im Rahmen des gemeindepsychiatrischen Konzepts.

     

    THERAPEUTISCHE MASSNAHMEN

     

    Von Anfang an waren ergotherapeutische Maßnahmen vorgesehen. Aber erst der Umzug auf das eigene Gelände im August 2017 schuf die Voraussetzung dafür. Ein Konzept gibt es noch nicht, kein Wunder, denn damit betritt der Verein Yenfaabima in Burkina Faso Neuland. Ergotherapie kommt zwar als Ausbildungsinhalt für Fachpfleger vor, es gibt aber keine/n einzige/n Ergotherapeuten im Land. Im Moment bieten zwei Schafe und ein Erdnussfeld den PatientInnen auf dem Gelände Beschäftigungsmöglichkeiten. Ein kleiner Erfolg: Motiviert durch seinen Aufenthalt bei Yenfaabima hat ein Patient mit einer eigenen Schafzucht begonnen. Geplant ist die Anlage eines Gartens, der mit dem Wasser aus dem Brunnen versorgt wird. Solange das Gelände keine Einfriedung hat, wird der Garten durch einen Zaun vor dem Eindringen von Tieren geschützt.

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    März 2019 Vermessen des Gästehauses

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    August 2019 Der Rohbau steht, das Dach ist gedeckt

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    Oktober 2019 der Innenausbau beginnt

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    Februar 2020 Der Außenputz wird aufgetragen

    aktuell2A

    28. Januar 2020 Bauarbeiter und Ehrenamtliche graben die Fundamente des Wasserturms

    aktuell2A

    17. März 2020 Der Rohbaus steht. In 21 Tagen kann die Verschaalung entfernt werden.

    aktuell6

    Sprechstunde bei Timothée Tindano

    aktuell7

    Ein Yenfaabima-Schaf

    aktuell8

    Arbeit auf dem Erdnussfeld